Was ist DNS-Spoofing und wie können Sie es erkennen?
Veröffentlicht am: 24 Feb. 2024
Zuletzt geändert am: 23 Jan. 2026
DNS-Spoofing ist ein bösartiger Cyberangriff, der Domain Name System (DNS)-Datensätze manipuliert, um Benutzer auf betrügerische Websites umzuleiten. Durch die Veränderung von DNS-Antworten können Angreifer Einzelpersonen und Unternehmen dazu verleiten, unwissentlich sensible Informationen weiterzugeben, Malware herunterzuladen oder mit gefälschten Versionen legitimer Websites zu interagieren. Zu verstehen, wie DNS-Spoofing funktioniert und wie Sie es erkennen können, ist entscheidend für den Schutz Ihres Netzwerks und die Aufrechterhaltung sicherer Online-Aktivitäten.
Das Domain Name System (DNS)
Jeder gültige Domainname im Internet ist mit einer eindeutigen numerischen Kennung verknüpft, die als IP-Adresse bezeichnet wird. Bevor ein Gerät zum Beispiel eine Verbindung zu metacompliance.com herstellen kann, muss die Domain in die entsprechende IP-Adresse übersetzt werden. Da kein Gerät eine vollständige Liste aller Domains und IP-Adressen speichert, wird diese Übersetzung durch das Domain Name System (DNS) vorgenommen.
Das DNS fungiert als globaler Verzeichnisdienst, der es Computern, Smartphones und Servern ermöglicht, die mit einer bestimmten Domäne verbundene IP-Adresse anzufordern. Wenn ein Benutzer eine Website-Adresse in einen Browser eingibt, fragt das Gerät einen DNS-Server ab, um das richtige Ziel zu finden.
Wenn eine Domain kürzlich besucht wurde, hat das Gerät die IP-Adresse möglicherweise bereits lokal gespeichert. Falls nicht, sendet es eine Anfrage an den nächsten DNS-Server in der Kette, in der Regel den lokalen Netzwerk-Router. Wenn der Router die Antwort nicht kennt, wird die Anfrage an die DNS-Server des Internetanbieters weitergeleitet. Diese Server können dann DNS-Server auf höherer Ebene abfragen, bis der maßgebliche Server für diese Domäne die richtige IP-Adresse liefert. Diese hierarchische Struktur sorgt für Effizienz und verhindert endlose DNS-Abfragen im Internet.
Was ist DNS-Spoofing?
DNS-Spoofing, auch DNS-Cache-Poisoning genannt, tritt auf, wenn ein Angreifer in diesen Auflösungsprozess eingreift. Anstatt die legitime IP-Adresse für eine Domäne zurückzugeben, liefert ein kompromittierter DNS-Server eine falsche Adresse, die vom Angreifer kontrolliert wird. Infolgedessen werden die Benutzer zu bösartigen Servern umgeleitet, ohne es zu bemerken.
Eines der häufigsten Ziele für DNS-Spoofing ist der lokale Netzwerk-Router in einer Heim- oder Unternehmensumgebung. Da dieser Router oft der erste DNS-Server ist, der von angeschlossenen Geräten kontaktiert wird, können Angreifer, die sich administrativen Zugriff verschaffen, DNS-Einträge manipulieren, um den Datenverkehr für bestimmte Domains umzuleiten. Dies kann Benutzer zu überzeugenden, aber betrügerischen Repliken von vertrauenswürdigen Websites führen.
Angriffe auf DNS-Server, die tiefer in der Internet-Infrastruktur liegen, sind komplexer und erfordern fortgeschrittene technische Kenntnisse. Während viele historische DNS-Schwachstellen behoben wurden, entwickelt sich die DNS-Sicherheit weiter. Technologien wie DNSSEC (Domain Name System Security Extensions) fügen den DNS-Antworten eine kryptografische Authentifizierung hinzu, auch wenn sie noch nicht überall angenommen werden.
Erkennen von DNS-Spoofing-Angriffen
Für Netzwerkadministratoren und technisch versierte Benutzer können DNS-Überwachungs- und Auditing-Tools helfen, verdächtiges DNS-Verhalten zu erkennen. Tools wie DNSDiag, die auf den meisten Linux-Distributionen verfügbar sind, können DNS-Antworten analysieren und Anomalien erkennen, die auf einen Man-in-the-Middle-Angriff hindeuten könnten.
Für normale Benutzer ist die Erkennung von DNS-Spoofing weitaus schwieriger. Geräte vertrauen von Natur aus auf DNS-Antworten, es sei denn, es sind zusätzliche Überprüfungsmaßnahmen vorhanden. Moderne Internet-Sicherheitsprotokolle helfen jedoch, die Auswirkungen dieser Angriffe zu verringern.
Der meiste Webverkehr wird heute mit Transport Layer Security (TLS) geschützt. Websites, die mit TLS gesichert sind, verwenden https:// und nicht http://, und Browser zeigen in der Adressleiste ein Vorhängeschloss-Symbol an. Selbst wenn DNS-Spoofing den Datenverkehr auf einen bösartigen Server umleitet, hilft TLS, den Datenaustausch zu verhindern, indem es den Browser darauf hinweist, dass die Identität des Servers nicht überprüft werden kann.
Achten Sie immer auf das Vorhängeschloss-Symbol und stellen Sie sicher, dass HTTPS vor den Webadressen steht. Diese einfache Angewohnheit reduziert das Risiko von DNS-Spoofing-Angriffen erheblich.
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FAQs über DNS-Spoofing
Was ist DNS-Spoofing?
DNS-Spoofing ist ein Cyber-Angriff, bei dem DNS-Antworten verändert werden, um Benutzer auf bösartige Websites umzuleiten.
Welche Auswirkungen hat DNS-Spoofing auf die Benutzer?
Dies kann zu gestohlenen Zugangsdaten, Malware-Infektionen und der Preisgabe sensibler Daten führen.
Ist DNS-Spoofing immer noch eine Bedrohung?
Ja, obwohl die Schutzmaßnahmen verbessert wurden, bleibt DNS-Spoofing ein Risiko, insbesondere in ungesicherten Netzwerken.
Wie können Unternehmen DNS-Spoofing verhindern?
Die Verwendung sicherer DNS-Konfigurationen, Mitarbeiterschulungen und Plattformen wie MetaCompliance können das Risiko erheblich verringern.