9 Cybersicherheitsbedrohungen im Zusammenhang mit dem menschlichen Risiko
Veröffentlicht am: 4 Dez. 2023
Zuletzt geändert am: 23 Jan. 2026

Die Bedrohungen für die Cybersicherheit entwickeln sich in einem noch nie dagewesenen Tempo, und einer der wichtigsten Faktoren für die Anfälligkeit von Unternehmen ist das menschliche Risiko. Während die Technologie voranschreitet, verfeinern Cyberkriminelle ihre Taktiken immer weiter und zielen zunehmend auf das schwächste Glied in der Sicherheitskette – den Menschen.
Laut einer Studie von IBM werden 95 % der Verstöße gegen die Cybersicherheit durch menschliches Versagen verursacht. Diese Statistik unterstreicht die dringende Notwendigkeit für Unternehmen, sich nicht nur auf technische Kontrollen zu konzentrieren, sondern auch auf das Nutzerverhalten.
In diesem Artikel gehen wir auf die wichtigsten Bedrohungen für die Cybersicherheit ein und erläutern, warum Aufklärung und Sensibilisierung für Cybersicherheit unerlässlich sind, um Risiken zu verringern.
Phishing-Angriffe
Phishing-Angriffe gehören nach wie vor zu den häufigsten und effektivsten Methoden, mit denen Cyberkriminelle menschliche Schwachstellen ausnutzen. Bei diesen Angriffen geben sich die Kriminellen in der Regel als vertrauenswürdige Einrichtungen wie Banken, Dienstleister oder Kollegen aus.
Die Opfer werden oft dazu gedrängt, schnell zu handeln, indem sie auf einen Link klicken oder einen Anhang öffnen. Sobald der Benutzer auf den Link geklickt hat, wird er möglicherweise auf eine betrügerische Website weitergeleitet, die den Anschein der Seriosität erweckt und auf der er aufgefordert wird, Anmeldedaten, Finanzdaten oder andere sensible Informationen einzugeben.
In einigen Fällen liefern Phishing-Nachrichten Malware, die Tastatureingaben aufzeichnet, Anmeldeinformationen stiehlt oder Geräte kompromittiert, so dass Angreifer weiterhin Zugriff auf Systeme und Daten haben.
Schwache Passwörter
Schwache Passwörter sind ein weiterer Hauptgrund für Sicherheitsverletzungen. Diese Passwörter sind oft kurz, vorhersehbar oder basieren auf persönlichen Informationen wie Geburtstagen, Kosenamen oder allgemeinen Phrasen.
Obwohl sie leicht zu merken sind, sind schwache Passwörter sehr anfällig für automatisierte Angriffe, die innerhalb von Sekunden Tausende von Passwortkombinationen testen können. Die Wiederverwendung desselben Passworts für mehrere Konten erhöht das Risiko einer weitreichenden Kompromittierung zusätzlich.
Social Engineering
Unter Social Engineering versteht man die psychologische Manipulation von Personen, damit diese vertrauliche Informationen preisgeben oder Sicherheitskontrollen aushebeln. Statt technische Schwächen auszunutzen, zielen diese Angriffe auf das menschliche Verhalten ab.
Cyberkriminelle nutzen oft Emotionen wie Angst, Dringlichkeit, Neugier oder den Wunsch, anderen zu helfen, aus. Indem sie sich als Autoritätspersonen, vertrauenswürdige Kollegen oder verzweifelte Kontaktpersonen ausgeben, schaffen die Angreifer überzeugende Szenarien, die Benutzer dazu bringen, schlechte Sicherheitsentscheidungen zu treffen.
Mangelnde Sicherheitsschulung
In der heutigen digitalen Umgebung ist die Cybersicherheit nicht nur eine Aufgabe der IT-Abteilung. Dennoch ist der Mangel an Schulungen zum Sicherheitsbewusstsein in vielen Unternehmen ein weit verbreitetes Problem.
Ohne eine entsprechende Schulung erkennen Mitarbeiter Bedrohungen wie Phishing-E-Mails, verdächtige Links oder unsichere Downloads möglicherweise nicht. Dieses mangelnde Bewusstsein führt oft zu riskantem Verhalten, wie z. B. schlechter Passworthygiene, falschem Umgang mit Daten und Nichteinhaltung von Richtlinien.
Unzureichende Software-Updates
Wenn Sie Software-Updates nicht rechtzeitig installieren, können Ihre Systeme für bekannte Schwachstellen anfällig sein. Updates enthalten häufig wichtige Sicherheits-Patches, die vor neu entdeckten Bedrohungen schützen sollen.
Der WannaCry-Ransomware-Angriff hat gezeigt, wie sich veraltete Software auswirkt. Er nutzte ungepatchte Versionen von Microsoft Windows aus und betraf Hunderttausende von Geräten weltweit.
Nutzung von ungesicherten Netzwerken
Öffentlichen Wi-Fi-Netzwerken mangelt es oft an angemessenen Sicherheitskontrollen, was sie zu attraktiven Zielen für Cyberkriminelle macht. Da diese Netzwerke keine Authentifizierung erfordern, können Angreifer Daten abfangen, die von ungesicherten Geräten übertragen werden.
Die Verwendung eines virtuellen privaten Netzwerks (VPN) kann zum Schutz der Benutzer beitragen, indem es Daten verschlüsselt und den unbefugten Zugriff auf öffentliche oder ungesicherte Netzwerke verhindert.
Freigabe sensibler Informationen in sozialen Medien
Soziale Medienplattformen ermutigen zum Teilen, aber die übermäßige Weitergabe persönlicher Informationen kann das Cyberrisiko erheblich erhöhen. Standortdaten, persönliche Details und Bilder können von Cyberkriminellen ausgenutzt werden.
Diese Informationen können für Identitätsdiebstahl, Social-Engineering-Angriffe, Stalking oder Nachahmung verwendet werden. Die Aufklärung der Nutzer über sicheres Verhalten in den sozialen Medien ist wichtig, um die Gefährdung zu verringern.
Lesen Sie mehr: Cyber-Sicherheit in den sozialen Medien
Verstöße gegen die physische Sicherheit
Physische Sicherheitsverletzungen treten auf, wenn sich Unbefugte Zugang zu Geräten, Arbeitsplätzen oder sensiblen Bereichen verschaffen. Beispiele hierfür sind gestohlene Laptops, unbeaufsichtigte Arbeitsstationen oder unbefugter Zugang zu Serverräumen.
Menschliche Nachlässigkeit ist oft ein Schlüsselfaktor, wie z.B. das Versäumnis, Geräte zu sperren, sich durch gesicherte Türen zu drängeln oder sich nicht an die Zugangsregeln für Besucher zu halten.
Lesen Sie weiter: Schutz vor physischen Sicherheitsbedrohungen
Schlechte Praktiken der Datenverwaltung
Schlechte Datenverwaltung, einschließlich unzureichender Backups, ungesicherter Speicherung und unsachgemäßer Datenentsorgung, kann zu Datenverlust oder -gefährdung führen.
Ohne klare Richtlinien und das Bewusstsein der Benutzer können sensible Informationen falsch gehandhabt werden, was die Wahrscheinlichkeit von Datenschutzverletzungen und Compliance-Verstößen erhöht.
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Während die Technologie bei der Cyberabwehr eine wichtige Rolle spielt, ist die Bewältigung menschlicher Risiken für den Aufbau einer langfristigen Cyberresilienz unerlässlich. MetaCompliance hilft Unternehmen dabei, durch gezielte Sensibilisierung und Verhaltensänderungen die von Menschen ausgehenden Bedrohungen der Cybersicherheit zu verringern.
Unsere Human Risk Management Plattform unterstützt Organisationen bei:
- Automatisierte Schulungen zum Sicherheitsbewusstsein
- Erweiterte Phishing-Simulationen
- Risk Intelligence & Analytics
- Compliance Management
Durch die Befähigung der Benutzer und die Verbesserung der Sicherheitskultur können Unternehmen das Cyber-Risiko erheblich reduzieren. Kontaktieren Sie uns noch heute, um eine Demo zu buchen.
Häufig gestellte Fragen zu von Menschen verursachten Cyber-Sicherheitsbedrohungen
Welche Bedrohungen für die Cybersicherheit gibt es für Menschen?
Dies sind Bedrohungen, die durch das Verhalten der Benutzer verursacht werden, wie Phishing, schwache Passwörter und mangelndes Sicherheitsbewusstsein.
Warum ist das menschliche Risiko ein großes Problem für die Cybersicherheit?
Denn bei den meisten Cyber-Vorfällen geht es um menschliches Versagen und nicht um technisches Versagen.
Wie können Unternehmen das menschliche Cyber-Risiko verringern?
Durch kontinuierliche Schulungen zum Sicherheitsbewusstsein, Phishing-Simulationen und klare Richtlinien.
Wie hilft MetaCompliance, das menschliche Risiko zu verringern?
MetaCompliance bietet gezielte Ressourcen für das Human Risk Management (HRM), einschließlich Sensibilisierungs- und Verhaltensanalysen sowie Compliance-Tools zur Stärkung der Cyber-Resilienz.