Sechs Wege, wie Cyberkriminelle Social Engineering einsetzen
Veröffentlicht am: 23 Aug. 2022
Zuletzt geändert am: 21 Jan. 2026

Menschliches Versagen ist ein wichtiger Faktor bei Cyber-Sicherheitsvorfällen. Aus Berichten wie dem Verizon Data Breach Investigations Report 2022 geht hervor, dass der Mensch bei 82 % der Cyber-Angriffe eine Rolle spielt. Betrüger nutzen Social-Engineering-Taktiken, um Mitarbeiter zu Handlungen zu verleiten, die den Angreifern nützen, von der Preisgabe sensibler Daten bis hin zur Installation von Malware.
Social Engineering umfasst eine Vielzahl von Strategien, die darauf abzielen, die menschliche Psychologie auszunutzen. Diese Taktiken zu verstehen und wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen, ist für Unternehmen, die ihr Cyber-Risiko verringern wollen, unerlässlich.
Sechs der häufigsten Social-Engineering-Angriffe
1. Phishing und Spear Phishing
Phishing ist ein Hauptwerkzeug für Hacker, um Personen zu manipulieren. Zu den Variationen gehören E-Mail-Phishing, Spear-Phishing, SMShing (Textnachrichten) und Vishing (Telefonanrufe). Bei diesen Angriffen wird oft versucht, Mitarbeiter dazu zu verleiten, auf bösartige Links zu klicken, Anmeldedaten weiterzugeben oder infizierte Anhänge herunterzuladen.
2. Ausbeutung sozialer Medien
Soziale Medien können Angreifern eine Fülle von persönlichen und beruflichen Informationen liefern. Wenn Mitarbeiter zu viele Informationen weitergeben, kann dies zur Preisgabe von Daten, zum Verlust vertraulicher Informationen oder zu erhöhten rechtlichen Risiken führen. Betrüger nutzen diese Informationen für gezielte Angriffe, wie z.B. Business Email Compromise (BEC).
3. Hinterherfahren und Huckepackfahren
Beim Tailgating verschafft sich eine unbefugte Person Zugang zu geschützten Bereichen, indem sie einer anderen Person folgt. Diese Taktik kann auch digital sein, wobei Angreifer Anmeldeinformationen oder sensible Daten erlangen, sobald sie im Netzwerk sind. Beim physischen Tailgating wird einem Mitarbeiter oft über die Schulter geschaut, um Passwörter oder andere private Informationen abzufangen.
4. Vorwände
Beim Pretexting gibt man sich als vertrauenswürdige Autoritätsperson aus, um an Informationen zu gelangen. Angreifer können sich als Auftragnehmer, Führungskräfte oder IT-Personal ausgeben und Vertrauen und soziale Anzeichen ausnutzen, um Mitarbeiter dazu zu verleiten, sensible Daten oder Zugangsdaten weiterzugeben.
5. Köder
Köder nutzen verlockende Angebote, um Mitarbeiter zu manipulieren. Zum Beispiel können kostenlose Downloads von Medien oder Software Malware enthalten. Ein berüchtigtes Beispiel war eine raubkopierte Version von Game of Thrones, die 2018 126.340 Nutzer mit Malware infizierte, nachdem sie die Datei heruntergeladen hatten.
6. Quid Pro Quo
Bei Quid Pro Quo-Angriffen wird etwas im Austausch für sensible Informationen angeboten. So können Angreifer, die sich als technischer Support ausgeben, unter dem Vorwand, einen Ransomware-Angriff verhindern zu wollen, Anmeldedaten anfordern und so Zugang zu Unternehmensnetzwerken erhalten.
Drei Wege, um Mitarbeiter vor Social Engineering-Angriffen zu schützen
1. Legen Sie klare Richtlinien und Verfahren fest
Social Engineers nutzen Lücken in den Prozessen aus, z.B. laxe Zugangskontrollen oder schlechte Praktiken in den sozialen Medien. Die Einführung von Richtlinien, die sichere Verfahren definieren und die Weitergabe von Daten einschränken, verringert die Möglichkeiten für Angreifer.
2. Schulung der Mitarbeiter zu Social Engineering-Taktiken
Regelmäßige, ansprechende Schulungen zum Sicherheitsbewusstsein helfen den Mitarbeitern, Betrügereien zu erkennen. Die Schulungen sollten alle gängigen Social Engineering-Techniken abdecken und interaktive, informative Module enthalten. Die Nachverfolgung des Engagements stellt sicher, dass Ihr Unternehmen die Schulungen aktualisieren kann, wenn sich die Bedrohungen weiterentwickeln.
3. Verwenden Sie simulierte Phishing-Kampagnen
Phishing-Simulationen stellen reale Angriffe nach, um Mitarbeitern beizubringen, wie sie sicher reagieren können. Plattformen wie MetaCompliance Phishing Simulation liefern sofortiges Feedback, wenn Benutzer mit bösartigen Links interagieren. So wird korrektes Verhalten gefördert und die Sicherheit des Unternehmens gestärkt.
Erfahren Sie mehr über MetaCompliance-Lösungen
Die Verhinderung von Social Engineering-Angriffen erfordert strukturierte Prozesse, Schulungen und Überwachung. MetaCompliance bietet ein umfassendes Paket von Tools, um das Bewusstsein der Mitarbeiter zu schärfen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen zu stärken. Unsere Human Risk Management Plattform umfasst:
- Automatisiertes Sicherheitsbewußtsein
- Erweiterte Phishing-Simulationen
- Risiko-Intelligenz & Analytik
- Compliance Management
Diese Lösungen helfen Unternehmen, sich gegen Social Engineering zu schützen, Daten zu sichern und die Einhaltung von Vorschriften nachzuweisen. Kontaktieren Sie uns noch heute, um eine Demo zu buchen und zu sehen, wie MetaCompliance Ihre Sicherheitslage verbessern kann.
Social Engineering in der Cybersicherheit: FAQs
Was ist Social Engineering in der Cybersicherheit?
Social Engineering ist der Einsatz von Manipulation und Täuschung, um Mitarbeiter dazu zu bringen, sensible Informationen preiszugeben oder unsichere Aktionen durchzuführen.
Was sind die häufigsten Social Engineering-Angriffe?
Zu den üblichen Angriffen gehören Phishing, Vorwand, Tailgating, Köder, Quid Pro Quo und die Ausnutzung sozialer Medien.
Wie können Unternehmen Social Engineering-Angriffe verhindern?
Zur Prävention gehören strenge Richtlinien, Mitarbeiterschulungen, Zugangskontrollen und Phishing-Simulationsprogramme.
Was ist eine Phishing-Simulation?
Die Phishing-Simulation stellt reale Phishing-Angriffe nach, um Mitarbeiter zu schulen und ihre Reaktionen sicher zu testen.