Wie Sie Phishing-E-Mails erkennen: Gemeinsame Wörter und Terminologie erkennen
Veröffentlicht am: 10 März 2022
Zuletzt geändert am: 22 Juli 2026
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Phishing-E-Mails nutzen psychologische Taktiken wie Dringlichkeit, Angst und Autorität, um die Empfänger dazu zu manipulieren, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen.
- Wenn Sie gängige Begriffe und Formulierungen aus Phishing-E-Mails kennen, können Sie verdächtige E-Mails leichter erkennen, bevor Sie darauf antworten.
- Cyberkriminelle nutzen eine Vielzahl von Phishing-Techniken, darunter Spear-Phishing, Business Email Compromise (BEC) und Massen-Phishing-Kampagnen.
- Mitarbeiter, die regelmäßig an Schulungen zur Sensibilisierung für Phishing teilnehmen, sind besser in der Lage, Phishing-Versuche zu erkennen und zu melden.
- Die Kombination aus regelmäßigen Schulungen zur Sensibilisierung für Sicherheitsfragen und Phishing-Simulationen hilft Unternehmen dabei, das durch menschliches Versagen bedingte Cyberrisiko zu verringern und ihre Cyberresilienz zu stärken.

Wie Sie Phishing-E-Mails erkennen: Ein umfassender Leitfaden
In der heutigen digitalen Welt ist es wichtig zu wissen, wie man Phishing-E-Mails erkennt. Cyberkriminelle nutzen jede Gelegenheit, um Menschen dazu zu bringen, sensible Informationen preiszugeben. Jüngste Phishing-Kampagnen zielten auf das ukrainische Militär und dessen Familien ab, während Betrüger während der Covid-19-Pandemie die Öffentlichkeit mit Spam-E-Mails überschwemmten und dabei die weit verbreitete Angst und Unsicherheit ausnutzten. Trotz der unterschiedlichen Themen beruhen die meisten Phishing-Kampagnen auf gängigen Wörtern und Phrasen, mit denen die Empfänger getäuscht werden sollen.
Die Sprache der Phishing-E-Mails und „Spontane Aktionen“
Phishing-Angriffe sind sorgfältig ausgearbeitet, um die Empfänger dazu zu manipulieren, bestimmte Handlungen vorzunehmen. Die in diesen E-Mails verwendete Sprache löst häufig eine emotionale Reaktion aus und nutzt dabei psychologische Taktiken, die menschliches Verhalten ausnutzen. So verbanden beispielsweise historische Slogans wie„Keep Calm and Carry On“Beruhigung mit einem Aufruf zum Handeln – ein Ansatz, den Cyberkriminelle nachahmen, um in Phishing-E-Mails ein Gefühl der Dringlichkeit oder Angst zu erzeugen. Das Erkennen dieser sprachlichen Hinweise ist entscheidend, um Betrugsversuche zu entlarven.
Wichtige Phishing-Terminologie
Um sich online zu schützen, ist es wichtig, die Phishing-Terminologie zu verstehen. Zu den gängigen Arten von Phishing-Angriffen gehören:
Spear-Phishing: Hochgradig gezielte E-Mails, die mit Informationen über den Empfänger erstellt werden. Diese E-Mails sprechen die Person oft mit ihrem Namen an und appellieren an ihre Rolle oder Verantwortung innerhalb einer Organisation, um Vertrauen und Dringlichkeit zu schaffen.
E-Mail-Phishing-Kampagnen: Breit angelegte, massenhaft versandte E-Mails, die darauf abzielen, Benutzer dazu zu bringen, persönliche Daten wie Passwörter, Kreditkartennummern oder Telefonnummern preiszugeben. Die Links leiten in der Regel auf gefälschte Websites weiter, um Zugangsdaten zu stehlen.
Business Email Compromise (BEC): Angriffe, die oft mit Spear-Phishing-E-Mails beginnen und zu betrügerischen Überweisungen von Unternehmensgeldern auf Konten von Cyberkriminellen führen.
Häufige Wörter und Themen in Phishing-E-Mails
Organisationen wie die Anti-Phishing Working Group (APWG) überwachen Phishing-Kampagnen weltweit und analysieren Betreffzeilen, gefälschte Marken und Domainregistrierungen. Untersuchungen zeigen, dass Phishing-E-Mails oft auf Dringlichkeit, Angst oder Autorität setzen, um die Empfänger zu manipulieren. Häufige Beispiele sind:
- Dringlichkeit: „Ihr Kontopasswort ist abgelaufen. Aktualisieren Sie es jetzt, um den Zugang zu erhalten.“
- Angst, etwas zu verpassen (FOMO): „Verpassen Sie nicht dieses einmalige Angebot!“
- Emotion: „Wir haben Sie beim Besuch einer Website aufgezeichnet…“
- Autorität: E-Mails, die von hochrangigen Mitarbeitern stammen und zu dringenden Maßnahmen auffordern, werden oft für BEC-Angriffe verwendet.
Beispiele für gängige Phishing-Wörter
Phishing-E-Mails enthalten häufig bestimmte Schlüsselwörter in den Betreffzeilen und im Inhalt. Einige der häufigsten sind:
Beispiele für Betreffzeilen:
- Dringend
- Verifizierung erforderlich!
- Rechnung
- Ich brauche dringend Hilfe!
- Verdächtige Outlook-Aktivität
- Wichtig! Ihr Passwort läuft demnächst ab
- Aktion erforderlich…
- Beispiele für den Inhalt:
- „In [Name der Anwendung] wurde eine Sicherheitslücke entdeckt.“
- „Um die Überprüfung durchzuführen, klicken Sie auf den Link [Hyperlink].“
- „Hier ist die neue Rechnung für die Aktivitäten dieser Woche [zum Öffnen anklicken].“
- „Bitte klicken Sie hier, um die neueste [App] zu installieren.
- „Ihr [Name der App] Konto wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt, klicken Sie hier, um es zu entsperren“.
Während sich der Kontext je nach den aktuellen Ereignissen ändern kann, bleiben der Ton, die Dringlichkeit und die Schlüsselwörter gleich.
Wie Sie sich schützen können
Sich selbst und Ihre Mitarbeiter über Phishing-Taktiken aufzuklären, ist entscheidend, um sich dagegen zu schützen. Wenn Sie die Sprache, die Themen und die häufig verwendeten Begriffe in Phishing-E-Mails kennen, können Sie gefälschte Nachrichten leichter erkennen, bevor Sie auf Links klicken oder Anhänge herunterladen. Wissen ist ein wirksames Mittel, um Einzelpersonen dabei zu helfen, gegenüber Cyberbedrohungen wachsam zu bleiben.
Der Einsatz von Tools wie der „Advanced Phishing Simulation“-Software von MetaCompliance vermittelt den Mitarbeitern praktische Erfahrungen, indem realistische Phishing-Angriffe in einer sicheren Umgebung simuliert werden. Vereinbaren Sie eine Demo, um zu erfahren, wie MetaCompliance Unternehmen dabei unterstützt, das Bewusstsein für Phishing zu stärken, das durch menschliches Versagen bedingte Risiko zu verringern und eine widerstandsfähigere Sicherheitskultur aufzubauen.
FAQ: Erkennen von Phishing-E-Mails
Was ist eine Phishing-E-Mail?
Eine Phishing-E-Mail ist eine betrügerische Nachricht, die Sie dazu verleiten soll, vertrauliche Informationen preiszugeben oder auf bösartige Links zu klicken.
Wie kann ich eine Phishing-E-Mail erkennen?
Achten Sie auf Dringlichkeit, verdächtige Links, schlechte Grammatik, unerwartete Anhänge oder Anfragen nach persönlichen Informationen.
Was ist Spearphishing?
Spear-Phishing zielt auf bestimmte Personen oder Organisationen ab und verwendet persönliche Daten, um die E-Mail legitim erscheinen zu lassen.
Sind alle E-Mails, die um dringende Maßnahmen bitten, Phishing?
Nicht immer, aber Dringlichkeit ist eine häufige Taktik beim Phishing. Überprüfen Sie immer den Absender, bevor Sie etwas unternehmen.
Wie kann MetaCompliance den Mitarbeitern dabei helfen, Phishing-E-Mails zu erkennen?
MetaCompliance unterstützt Unternehmen dabei, das Bewusstsein für Phishing zu stärken – durch eine Kombination aus ansprechenden Schulungen zur Sicherheitssensibilisierung, realistischen Phishing-Simulationen und Erkenntnissen zum Nutzerverhalten. Die Mitarbeiter lernen, gängige Phishing-Techniken zu erkennen, verdächtige Formulierungen zu identifizieren und potenzielle Bedrohungen selbstbewusst zu melden. Durch die Festigung sicherer Verhaltensweisen mittels kontinuierlichen Lernens und simulierter Angriffe können Unternehmen Phishing-Risiken reduzieren und eine stärkere Sicherheitskultur aufbauen.